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plattform kunst~ öffentlichkeit :: transfair

ein projekt im öffentlichen raum in den gemeinden innsbruck und vals/wipptal, 2007

"die leute vom land müssen nicht mehr in die stadt wandern, vielmehr wandert diese ihnen entgegen.” mike davis

eine der 2.738 schindeln des goldenen dachls (gemeinde innsbruck) wird entfernt und temporär an einem bestimmten stadel in der wipptaler gemeinde vals angebracht. im gegenzug ersetzt eine schindel dieses valser stadels die fehlende schindel am goldenen dachl.

die schindeln des goldenen dachls haben historischen, kulturellen und ökonomischen wert und werden von der stadt innsbruck entsprechend geschützt.
die schindeln der valser stadel haben kulturhistorischen wert und werden von der gemeinde vals ebenfalls
“geschützt”, d.h. bei reparaturarbeiten an alten schindeldächern werden diese mit großer sorgfalt in alten handwerkstechniken ausgeführt.

transfair realisiert einen austausch zwischen zwei - den jeweiligen gemeinden - wertvollen objekten.
gdachl2.jpg
das projekt transfair thematisiert viele bereiche und ist auf unterschiedlichen ebenen lesbar.
themen wie stadt und land, zentrum und peripherie, (touristische) öffentlichkeit und (touristische) abgeschiedenheit, macht und repräsentation, wert und wertlosigkeit, sichtbarkeit und unsichtbarkeit, tausch und symbol…. usw. werden durch dieses transformatorische vorgehen beleuchtet:


stadt und land
das zusammenwachsen von stadt und land ist ein weltweites – auch in tirol aktuelles - phänomen. die städte wandern auf das land (es leben zur zeit mehr menschen weltweit in städten als auf dem land). die grenzen verschwimmen.
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zentrum und peripherie
zentrum und peripherie werden nicht nur durch die fließenden grenzen, sondern auch durch die neuen medien (internet, computer, handy…) in frage gestellt. transfair stellt diese frage ebenfalls.


(touristische) öffentlichkeit und (touristische) abgeschiedenheit
das goldene dachl als eines der wahrzeichen innsbrucks im zentrum der stadt ebenso wie im zentrum touristischer aufmerksamkeit steht im gegensatz zum valser stadel von eher geringem touristischem interesse in einem touristisch wenig frequentierten ort.
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macht und repräsentation
der aus anlass der zeitenwende (1500) von kaiser maximilian in auftrag gegebene prunkerker mit den feuervergoldeten kupferschindeln diente in erster linie der repräsentation. es geht also auch um die frage der repräsentation (der macht) heute.


tausch und symbol
transfair thematisiert tauschwert und symbol und die umdrehung der zeichen (detournement).
“wertvoll” gegen scheinbar “wertlos”. decken sich gesellschaftliche, symbolische und individuelle wertvorstellungen?
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sichtbarkeit und unsichtbarkeit
macht das verändern eines gewohnten objektes dieses erst wieder neu sichtbar?


verlust und gewinn
ist das goldene dachl weniger wert, wenn eine schindel fehlt? ist der valser stadel nun wertvoller?
wer gewinnt, wer verliert? ist der scheinbare verlust ein gewinn?
“wertvoll” gegen “wertvoll”.
decken sich gesellschaftliche, symbolische und individuelle wertvorstellungen?


plattform kunst~öffentlichkeit

(andrea baumann, christopher grüner, michaela niederkircher, robert pfurtscheller, christine s. prantauer
jeannot schwartz)

projekte (ab 2003)
2010
o-movie. ein pluraler blick
projekt im rahmen von tki open und stadt_potenziale, olympisches dorf, innsbruck

2008
angerichtet 1809. un dîner
projekteinreichung zum gedenkjahr 2009
leerstand
projekteinreichung zum festival der regionen 2009

2007
transfair
ein projekt im rahmen des wettbewerbs „kunst im öffentlichen raum“ in den gemeinden vals/wipptal und innsbruck
bypass/image research
ein projekt der plattform auf der art 07 und im öffentlichen raum, innsbruck
plattform kunst ~ öffentlichkeit präsentiert: transfair – zwischenstand im rahmen von “mark und bein“ der gruppe rhizom, graz

2006
kunst im öffentlichen (?) raum.
eine diskussions- und veranstaltungsreihe der plattform kunst ~ öffentlichkeit in zusammenarbeit mit der tiroler künstlerschaft, kunstpavillon, innsbruck
referentInnen: christoph schenker/zürich, künstlerInnenkollektiv rhizom/graz, heinz schütz/münchen, matei bejenaru/rumänien

vorstellung des rechercheprojektes zum landhaus 2 im aut (architektur und tirol), innsbruck
vortrag heinz schütz: demokratie, selbstermächtigung und auftrag

2004
recherchekunstprojekt zum thema kunst im öffentlichen raum am beispiel eines öffentlichen bauvorhabens (neubau landhaus 2, innsbruck)

2003
erstellung eines fragebogens zur thematik kunst im öffentlichen raum

plattform kunst ~ öffentlichkeit stellt fragen
am vorplatz der sozial- und geisteswissenschaftlichen fakultät innsbruck
im rahmen des symposiums vor lauter bergen… architekturforum tirol, seegrube innsbruck und bei den premieretagen auf plakatflächen im stadtraum innsbrucks

http://www.plattform.kunstoeffentlichkeit.net
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