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 2018
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GOD'S ENTERTAINMENT :: BLACK MARKET, INNSBRUCK INTERNATIONAL
Performance am 17.03.2018 von 7.30 bis 12.30, Markthalle Innsbruck    
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Yuki Higashino und Elisabeth Kihlström :: Landscape is Picture
Landscape is Picture, ist eine Kunstinstallation im Freien, die im Rahmen der „Förderaktion Kunst im öffentlichen Raum“ des Landes Tirol realisiert wurde. Sie beschäftigt sich mit der Geschichte von „Landschaft“, als ein ihr vorangehendes Bild, das sich weniger mit der physischen Umwelt auseinandersetzt, als vielmehr mit deren Repräsentation. Des Weiteren befasst sich die Arbeit mit der zunehmenden bildlichen Vermittlung und dem Erleben der Welt und unserer Getriebenheit, diese in Bildern zu erfahren und zu erfassen.

Der Ausgangspunkt der Arbeit ist das sogenannte „Claude-Glas“, ein kleiner, getönter und gerahmter, leicht nach außen gewölbter Spiegel aus dem 18. Jahrhundert. Der üblicherweise schwarze Spiegel wurde von den ersten Landschaftsmaler_innen verwendet, um Landschaften zu betrachten und die Komposition der Malereien festzulegen, sowie später von Tourist_innen, welche die in berühmten Gemälden abgebildeten Orte besuchten und diese ebenfalls durch das Claude-Glas betrachteten, da ihnen die Reflexion der schwarzen Oberfläche „malerischer“ erschien als die reale Landschaft.

Die Arbeit stellt einen Bezug zwischen der Geschichte des Kunst-Tourismus und der heutigen Tendenz besondere Orte, wie beispielsweise schöne Landschaft, durch Smartphones, den schwarzen Spiegeln unserer Zeit, zu betrachten, her.

Landscape is Picture besteht aus acht schwarzen Spiegeln, angebracht an einer erhöhten Position, die einen Ausblick auf die erhabene Bergwelt Tirols bietet. Um die Reflexion der Spiegel zu betrachten, muss jedoch der Landschaft der Rücken zugekehrt werden – so, wie es die Tourist_innen des 18. Jahrhunderts taten oder zeitgenössische Tourist_innen es tun, wenn sie ein Selfie von sich machen.

Präsentation am Samstag, 26. Mai 2018 , Treffpunkt Recyclinghof Patsch um 15.00, mit Begrüßung durch Bürgermeister Andreas Danler und einführenden Worten von Ingeborg Erhart, Tiroler Künstler*schaft. Die Künstler_innen sind anwesend.
    
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Katharina Cibulka :: SOLANGE
Seit Beginn dieser Woche hängt auf einer Baustelle der NEUEN HEIMAT TIROL in der Reichenauerstraße 45 – 47 in Innsbruck eine weitere Staubschutzplane, die sich von anderen maßgeblich unterscheidet. Die Künstlerin Katharina Cibulka nutzt die großflächigen Textilien, um Slogans einzusticken, die die anhaltende Notwendigkeit feministischer Forderungen verdeutlichen: „Solange Gleichberechtigung eine ewige Baustelle ist, bin ich Feministin.“ Durch die Methode des Bestickens der Baunetze wird eine Männerdomäne buchstäblich durchdrungen und neu besetzt. Radikal und gleichzeitig subtil werden inhaltlich relevante gesellschaftliche Aussagen transportiert.

„Wie lange müssen wir uns noch für Feminismus einsetzen?
Haben wir den Gipfel der Emanzipation bereits erreicht?
Wie lange bist du Feminist_in?“, fragte Katharina Cibulka im Vorfeld der Aktion Menschen aus ihrem Umfeld.
    
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Tanja Ostojic :: Misplaced Women?
Misplaced Women?
Performance-Kunst-Workshop im öffentlichen Raum mit Tanja Ostojić
11. – 13. Mai 2018 in Innsbruck
Präsentation: Sonntag, 13. Mai 2018 von 11.00 -13.00, Die Bäckerei
    
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Katarina Schmidl :: Bajuschki Baju
Auf den Boden des Radweges ist folgende Zeile auf Deutsch geschrieben: „Schlaf mein Kind, ich wieg dich leise, bajuschki-baju“, und einmal auf Russisch „Спи младенец мой прекрасный, баюшки-баю“: Dies ist die 1. Zeile des „Wiegenliedes der Kosaken“. Das Gedicht, das der russische Dichter Michael Lermontow um 1838 geschrieben hat, wurde mehrfach vertont und wird seither nicht nur im russischen Sprachraum Kindern zum Einschlafen vorgesungen.
Teile der Kosaken waren Gegner der Russischen Revolution und kämpften im 2. Weltkrieg auf der Seite der Deutschen. Am Ende des Krieges befanden sie sich mitsamt ihren Familien – Frauen und Kindern – im Raum Lienz und Oberkärnten, also in der englischen Besatzungszone. Zunächst wurde ihnen freies Geleit zugesprochen, doch in der Konferenz von Jalta war ihre Rückholung in die Sowjetunion beschlossen worden und so wurden sie an die sowjetischen Truppen ausgeliefert. Viele der Kosaken, die den Verrat erkannten, versuchten zu fliehen oder gingen freiwillig in den Tod – aus Angst vor Stalins Rache, russischer Gefangenschaft und Folter. Mütter sprangen gemeinsam mit ihren Kindern aus Verzweiflung in die Drau: die Angst vor der sowjetischen Gefangenschaft trieb sie in den Tod.
Mit dem Projekt wird vor allem auf das Schicksal der kosakischen Frauen und Kinder aufmerksam gemacht, die ihre Männer und Väter in den Krieg begleiteten und am Ende des 2. Weltkrieges zu Opfern politischer Machenschaften wurden.
Die Zeile des Wiegenliedes, über die man, wenn man hier radelt oder spazieren geht, quasi „stolpert“, weist auf das Kind hin, das zuvor friedlich geschlafen hat, bis eine Tragödie geschah, die man auf politischer Ebene verhindern hätte können.


Katarina Schmidl 2018