logo_koer.gif

Bullet2 MAX 500
Bullet2
Bullet2 AKTUELL
Bullet2 Publikation
Bullet2 AUSSCHREIBUNG
Bullet2 PROJEKTE 2018
Bullet2 PROJEKTE 2017
Bullet2 P 2007 - 2016
Bullet2 KONTAKT
Bullet2 SUCHE
Bullet2 IMPRESSUM
Yuki Higashino und Elisabeth Kihlström :: Landscape is Picture

Landscape is Picture, ist eine Kunstinstallation im Freien, die im Rahmen der „Förderaktion Kunst im öffentlichen Raum“ des Landes Tirol realisiert wurde. Sie beschäftigt sich mit der Geschichte von „Landschaft“, als ein ihr vorangehendes Bild, das sich weniger mit der physischen Umwelt auseinandersetzt, als vielmehr mit deren Repräsentation. Des Weiteren befasst sich die Arbeit mit der zunehmenden bildlichen Vermittlung und dem Erleben der Welt und unserer Getriebenheit, diese in Bildern zu erfahren und zu erfassen.
landscape_is_picture_(3).jpg
Landscape is Picture, Yuki Higashino und Elisabeth Kihlström, 2018
Der Ausgangspunkt der Arbeit ist das sogenannte „Claude-Glas“, ein kleiner, getönter und gerahmter, leicht nach außen gewölbter Spiegel aus dem 18. Jahrhundert. Der üblicherweise schwarze Spiegel wurde von den ersten Landschaftsmaler_innen verwendet, um Landschaften zu betrachten und die Komposition der Malereien festzulegen, sowie später von Tourist_innen, welche die in berühmten Gemälden abgebildeten Orte besuchten und diese ebenfalls durch das Claude-Glas betrachteten, da ihnen die Reflexion der schwarzen Oberfläche „malerischer“ erschien als die reale Landschaft.

Die Arbeit stellt einen Bezug zwischen der Geschichte des Kunst-Tourismus und der heutigen Tendenz besondere Orte, wie beispielsweise schöne Landschaft, durch Smartphones, den schwarzen Spiegeln unserer Zeit, zu betrachten, her.
landscape_is_picture_(4).jpg
Landscape is Picture, Yuki Higashino und Elisabeth Kihlström, 2018
Landscape is Picture besteht aus acht schwarzen Spiegeln, angebracht an einer erhöhten Position, die einen Ausblick auf die erhabene Bergwelt Tirols bietet. Um die Reflexion der Spiegel zu betrachten, muss jedoch der Landschaft der Rücken zugekehrt werden – so, wie es die Tourist_innen des 18. Jahrhunderts taten oder zeitgenössische Tourist_innen es tun, wenn sie ein Selfie von sich machen.

Präsentation am Samstag, 26. Mai 2018 , Treffpunkt Recyclinghof Patsch um 15.00, mit Begrüßung durch Bürgermeister Andreas Danler und einführenden Worten von Ingeborg Erhart, Tiroler Künstler*schaft. Die Künstler_innen sind anwesend.
landscape_is_picture_(2).jpg
Landscape is Picture, Yuki Higashino und Elisabeth Kihlström, 2018
Claude Glas, kleine schwarze, leicht konvex gekrümmte Spiegel, die von KünstlerInnen, Reisenden und Connaisseurs von Landschaft und Landschaftsmalerei verwendet wurden. Gruppen von „Claude Glas“-Spiegeln in verschiedenen Größen vom Smartphone-Display bis zum Computerbildschirm werden auf Pfosten (vergleichbar mit Verkehrsschildern) montiert an Orten, die per se nicht schön sein müssen, aber Ausblick auf die erhabene Landschaft bieten, aufgestellt. Die Arbeit steht in der Tradition des gelenkten Blicks in der Anschauung des Alpinen, fordert und fördert genaues Schauen und wirft Fragen nach der Landschaftsbetrachtung im Allgemeinen und im Laufe der Geschichte auf. So stark scheint der Unterschied gar nicht zu sein. Im 18. Jahrhundert verwendete man Spiegel um einen „malerischeren“ Blick auf die Landschaft zu erlangen und heute sehen sich TouristInnen oftmals erst zu Hause an, was sie mittels Smartphone oder Tablet – mitunter auch auf eigenen Sticks montiert – für Eindrücke eingefangen haben. Landscape is Picture ist ein ästhetisch konzipiertes Projekt, das einen kulturhistorischen Aspekt wunderbar ins Zeitgenössische übersetzt und auf unterhaltsame Weise Sehgewohnheiten kritisch hinterfragt.
landscape_is_picture_(1).jpg
Landscape is Picture, Yuki Higashino und Elisabeth Kihlström, 2018