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Katharina Cibulka :: SOLANGE

Von Mai - Juni 2018 hing auf einer Baustelle der NEUEN HEIMAT TIROL in der Reichenauerstraße 45 – 47 in Innsbruck eine weitere Staubschutzplane, die sich von anderen maßgeblich unterscheidet. Die Künstlerin Katharina Cibulka nutzt die großflächigen Textilien, um Slogans einzusticken, die die anhaltende Notwendigkeit feministischer Forderungen verdeutlichen: „Solange Gleichberechtigung eine ewige Baustelle ist, bin ich Feministin.“ Durch die Methode des Bestickens der Baunetze wird eine Männerdomäne buchstäblich durchdrungen und neu besetzt. Radikal und gleichzeitig subtil werden inhaltlich relevante gesellschaftliche Aussagen transportiert.
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SOLANGE, Katharina Cibulka, Reichenauerstraße 45 – 47, Innsbruck. Foto: Felix Richter
„Wie lange müssen wir uns noch für Feminismus einsetzen?
Haben wir den Gipfel der Emanzipation bereits erreicht?
Wie lange bist du Feminist_in?“, fragte Katharina Cibulka im Vorfeld der Aktion Menschen aus ihrem Umfeld.

Die so generierten Sätze, die die Themenfelder Vereinbarkeit Beruf und Familie, sexuelle Belästigung, Gehaltsschere/Doppelbelastung, Macht und Diskriminierung sowie Respekt zum Inhalt haben, tauchen 2018 in Tirol an verschiedenen Baustellen immer wieder auf. Bereits im März und April wurde eine Baustelle in der Schrofensteinstraße 7 in Landeck mit dem Spruch „Solange Macht dazu verführt, Frauen zu missbrauchen, bin ich Feminist.“ bespielt und in der Bienerstraße 10 in Innsbruck ist seit Ende Februar zu Lesen „Solange ich von Karriere rede und du Familienmanagement meinst, bin ich Feministin.“. Weitere Bauträgerfirmen werden auch in anderen Städten als Projektpartner_innen gesucht.
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SOLANGE, Katharina Cibulka, Bienerstraße 10, Innsbruck. Foto: Felix Richter
Katharina Cibulka hat Sätze ausgewählt, die die Situation der Frauen in Österreich/Europa betreffen. Inspiration war ein Interview, das die Journalistin und Autorin Angelika Hager mit der berühmten britischen Künstlerin Tracey Emin für das Nachrichtenmagazin profil 2015 geführt hat. Emin antwortet auf die Frage, ob das krampfhafte Festhalten der Frauen am Feminismus verzopft sei: „Solange irgendwo auf der Welt eine Frau verbrannt wird, weil sie einen Mann angelächelt hat, solange einer Lehrerin die Hand abgehackt wird, weil sie jungen Mädchen das Schreiben und Lesen beigebracht hat, bin ich Feministin.“ https://www.profil.at/gesellschaft/kunst-tracey-emin-hillary-schiele-leben-sex-5614566, abgerufen am 26.02.2018
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SOLANGE, Katharina Cibulka, Schrofensteinstraße 7, Landeck. Foto: Felix Richter
Termine/Baustellen:
Netz 5: Dom zu St. Jakob, Innsbruck. Juli - September 2018
Netz 4: Akademie der bildenden Künste, Wien. Juli 2018 - 2020, Bauträger: BIG
Netz 3: Reichenauerstr. 45-47, Innsbruck. Mai - Juli 2018, Bauträger: NEUE HEIMAT TIROL
Netz 2: Schrofensteinstr. 7, Landeck. April 2018, Bauträger: Alpenländische Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft
Netz 1: Bienerstr. 10, Innsbruck. Dauer: Februar - Mitte Mai 2018, Bauträger: IIG, Die Immobiliengesellschaft der Stadt Innsbruck.



Das Projekt wird auf Instagram begleitet: @solange_theproject

Die Mitglieder der Jury der Förderaktion Kunst im öffentlichen Raum des Landes Tirol, Wolfgang Andexlinger (Urbanist), Maria Anwander (Künstlerin) und Franziska Weinberger (Kunsthistorikerin) haben 2016 aus 50 Einreichungen neben SOLANGE von Katharina Cibulka folgende Kunstprojekte ausgewählt, Landscape is Picture von Yuki Higashino und Elisabeth Kihlström, Misplaced Women? von Tanja Ostojic und Ohne Titel (Block) von Andrea Lüth.

SOLANGE ist in Zusammenarbeit mit Vivian Simbürger entstanden.