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Kunst im öffentlichen Raum – Ausschreibung 2008 Kultur::Landschaft


Ausgewählte Projekte 2008
Das Land Tirol initiierte 2008 die Aktion „Kunst im öffentlichen Raum“ zum zweiten Mal. 52 Projektvorschläge wurden eingereicht und die unabhängigen, für drei Jahre bestellten Fachjuroren wählten bei der Jurysitzung am 30. Oktober fünf davon aus, die 2009 und 2010 realisiert werden sollen. Die Tiroler Künstlerschaft koordiniert im Auftrag des Landes Tirol die Abwicklung des Auswahlverfahrens und fungiert als Ansprechstelle für Auskünfte und Fragen.
Mitglieder der Jury sind Bart Lootsma, Architekturkritiker und -theoretiker, Professor am Institut für Architekturtheorie der Technischen Universität Innsbruck, Franziska Weinberger, Künstlerin, Kuratorin und Kunsthistorikerin und der Künstler Rens Veltman.
Die Jury legte bei der Auswahl ihren Fokus auf eine erweiterte Auffassung von „Kunst im öffentlichen Raum“. Die ausgewählten Projekte nehmen den öffentlichen Raum als medialen, politischen, psychologischen oder transitorischen Raum wahr, loten ihn auf das Verhältnis zwischen Kultur und Landschaft hin aus und hinterfragen die kulturellen Gegebenheiten des Landes im Verhältnis zu einer globalisierten Gesellschaft auf unterschiedliche Weise: von der landschaftsprägenden Autobahn bis hin zum Mediennetzwerk.
Klaus Auderer, Ursula Beiler, casati – hub for architecture and research, Sabine Groschup und Nabila Irshaid werden die Öffentlichkeit mit ihren künstlerischen Interventionen auf unterschiedliche Weise ansprechen.
Klaus Auderer fasst mit seinem Projekt „MC SUICIDE UNLIMITED – Art in transit“ den öffentlichen Raum als medialen und politischen Bereich auf und hinterfragt das Thema Verkehr kritisch. Durchgeführt Juni - September 2011
Ursula Beiler stellt mit „Grüß Göttin“ am Ost-Eingang Tirols bei Kufstein-Nord eine Grußbotschaft an die Autobahn. Zeitraum: seit September 2009
Die Gruppe casati erforscht mit dem Projekt „Vermessung der Freizeitbrachen“ aufgelassene Schigebiete und deren Überbleibsel. Zeitraum: 2010
„VogelZeitRaum. space for birds time“ nennt Sabine Groschup ihre Arbeit, die die Wahrnehmung der PassantInnen auf den Unterschied zwischen urbanen und ländlichen Geräuschkulissen richtet. Zeitraum: September 2009 - September 2010
Auf subtile Art und Weise regt Nabila Irshaid mit „Stange Fruits“ zu Überlegungen und Interaktion an. Politisch virulente Themen wie internationale Transportwege, Migration und Tourismus werden poetisch transkribiert und im ländlichen Kontext diskutiert. Zeitraum: Febraur - Mai 2010
Ausschreibung 2008
Kunst verlässt den Ausstellungsraum und interagiert mit einer breiten Öffentlichkeit. Das Land Tirol sieht „Kunst im öffentlichen Raum“ als eine zeitgemäße Form der Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen. Sie greift gesellschaftspolitisch relevante Themen auf und lotet das Verhältnis der Menschen, die eine Region bewohnen oder passieren, zu ihrem Umfeld aus. Kunst im öffentlichen Raum soll Diskussionen auslösen und Prozesse in Gang setzen. Sie soll integrativer Bestandteil bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven sein und die Identität des Landes im Bereich des Zeitgenössischen mit gestalten.
Ausschreibung:
Das Land Tirol schreibt die mit Euro 100.000,- dotierte Aktion „Kunst im öffentlichen
Raum“ 2008 zum zweiten Mal aus.
Mit dieser Ausschreibung werden sowohl permanente Kunstprojekte als auch temporäre Interventionen im öffentlich zugänglichen Raum angeregt, welche die in Tirol besonders gelagerten Spannungsverhältnisse zwischen Kultur und Landschaft, zwischen Nutzung und Wahrnehmung der Kulturlandschaft sowie damit verbundene kulturelle Auseinandersetzungen reflektieren.
Formale Kriterien:
Die Aktion „Kunst im öffentlichen Raum“ fördert Projekte, die in Tirol stattfinden und sich mit den spezifischen Gegebenheiten der jeweils ausgewählten Orte auseinandersetzen.
Nach einem Zuspruch der Jury ist die Voraussetzung für die Förderung des Landes das Vorliegen allfälliger für die Realisierung notwendiger Genehmigungen sowie eine Zustimmung der Standortgemeinde/n zum eingereichten Projekt. Ausgewählte Projekte müssen innerhalb von zwei Jahren nach der Zusage realisiert werden.
Ausgeschlossen sind die nachträgliche Förderung oder der Ankauf eines bereits realisierten Kunstwerks, Publikationen, die nicht Teil eines Projektes sind, sowie Veranstaltungen im öffentlichen Raum wie Konzerte oder Theateraufführungen ohne inhaltlichen Zusammenhang zu der Ausschreibung.
Teilnahme:
Die Ausschreibung richtet sich an KünstlerInnen, KünstlerInnenkollektive, KuratorInnen, Kunst- bzw. KünstlerInnenvereine, die im Bereich der zeitgenössischen visuellen Kunst tätig sind, sowie an Gemeinden, sofern sie als Träger von Kunstprojekten auftreten.
Dotierung:
Die Aktion „Kunst im öffentlichen Raum des Landes Tirol“ ist mit jährlich Euro 100.000,- dotiert. Die Höhe der Förderung der zur Umsetzung empfohlenen Projekte beträgt aus dieser Aktion maximal 80% der förderbaren Gesamtkosten. Eine Förderung zu 100% ist in Ausnahmefällen möglich.
Jury:
Die unabhängigen, für jeweils drei Jahre bestellten Fachjuroren wählen aus den eingereichten Projekten aus und erarbeiten einen Fördervorschlag. Die Entscheidung über die Förderungen trifft das für kulturelle Angelegenheiten zuständige Mitglied der Tiroler Landesregierung.

– Mitglieder der Jury sind:
Bart Lootsma, Architekturkritiker und -theoretiker, Professor am Institut für Architekturtheorie der Technischen Universität Innsbruck und an der Akademie der bildenden Künste Wien
Franziska Weinberger, Künstlerin, Kuratorin und Kunsthistorikerin
Rens Veltman, Künstler
Unterlagen/Ablauf:
Die Einreichungsunterlagen enthalten:
- Projektbeschreibung: Text und Visualisierung (Skizzen, Montagen, Renderings, Modellfotos;
keine Modelle!) im Format Din A4 als Hardcopy, max. 10 Seiten
- Dokumentation der bisherigen künstlerischen Tätigkeit (Fotos, Kataloge u.ä.; keine Originale!)
und aktuelle Lebensläufe in Kurzform
- Grobkostenschätzung
- Zeitplan
- ausgefülltes Datenblatt (s. Beilage)

Die vollständigen Unterlagen sind bis 17. Oktober 2008 (Poststempel) unter dem
Betreff: „Kunst im öffentlichen Raum 2008“ an das Amt der Tiroler Landesregierung – Abteilung Kultur Sillgasse 8, 6020 Innsbruck, einzusenden.

Die Juryentscheidung wird Mitte November 2008 bekanntgegeben.
Die Unterlagen werden nicht retourniert.
Rechtsgrundlagen:
Aus der Einreichung entsteht kein Rechtsanspruch auf Förderung. Die Entscheidung der Jury kann nicht beeinsprucht werden. Die Zuerkennung der Fördermittel und die Abwicklung des Förderverfahrens obliegen dem Land Tirol im Rahmen der geltenden Subventionsrichtlinien.
Die Realisierung der geförderten Projekte muss entsprechend dem Projektzeitplan
erfolgen.
Der/die EinreicherIn erklärt sich damit einverstanden, dass ihr/sein Name sowie eingereichtes Bildmaterial, Skizzen oder andere Visualisierungen z.B. in Presseaussendungen oder auf der Homepage des Landes Tirol veröffentlicht werden.
Information:
Die KünstlerInnenvereinigung Tiroler Künstlerschaft koordiniert im Auftrag des Landes Tirol die Abwicklung des Auswahlverfahrens und fungiert als Ansprechstelle für Auskünfte und Fragen.


Bitte wenden Sie sich bei Bedarf an:
Tiroler Künstlerschaft
Ingeborg Erhart
Rennweg 8a
6020 Innsbruck
0512/581133
pavillon@kuenstlerschaft.at